Veröffentlicht am 02.02.2026
Technische Dämmung und Brandschutz müssen zusammen gedacht werden, da die Dämmstoffe selbst einen entscheidenden Einfluss auf die Brandlast und Brandausbreitung in Gebäuden und technischen Anlagen haben. Die Integration beider Aspekte schützt Leben, Gesundheit, Sachwerte und die Umwelt und ist gesetzlich vorgeschrieben.
Verhinderung der Brandausbreitung: Technische Anlagen wie Rohrleitungen, Kabelkanäle und Lüftungsschächte durchqueren oft mehrere Brandabschnitte. Eine unzureichende oder brennbare Dämmung könnte als Brandbrücke wirken und Feuer sowie Rauch schnell in andere Bereiche übertragen. Brandschutzmassnahmen, wie spezielle Abschottungen, verhindern dies.
Materialeigenschaften: Nicht alle Dämmstoffe verhalten sich im Brandfall gleich. Während Mineralwolle (Glas- und Steinwolle) nicht brennbar ist (Baustoffklasse RF1) und Schmelzpunkte von über 1.000 °C aufweist, können andere Materialien (z.B. einige Kunststoffe) brennbar sein oder im Brandfall giftige Dämpfe entwickeln.
Funktionserhalt: Eine feuerfeste Dämmung trägt dazu bei, dass wichtige technische Systeme (z.B. Entrauchungsleitungen oder sicherheitsrelevante Elektrokabel) im Brandfall länger funktionstüchtig bleiben und Rettungswege intakt gehalten werden.
Feuchteschutz und Korrosion: Eine fehlerhafte Dämmung kann zu Feuchtigkeit im Dämmstoff führen. Feuchte Dämmstoffe verlieren nicht nur ihre Dämmeigenschaften, sondern können auch Korrosion an metallenen Oberflächen verursachen, was wiederum die strukturelle Integrität der Anlage und damit die Sicherheit beeinträchtigen kann.
Verwendung geprüfter Produkte: Es dürfen ausschliesslich Brandschutzprodukte und -systeme verwendet werden, die den Schweizer Normen entsprechen und idealerweise VKF-zertifiziert sind.
Gesetzliche Anforderungen: Die Brandschutzvorschriften der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen), sind gesetzliche Grundlagen, die bei jedem Bauprojekt, einschliesslich der technischen Dämmung, eingehalten werden müssen. Die Auswahl der Materialien und deren Anwendung müssen den geforderten Sicherheitsstandards entsprechen.
Sicherheit von Menschenleben und Sachwerten: Brandschutz hat oberste Priorität, um im Brandfall die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und so Menschenleben zu retten sowie Sachschäden zu minimieren. Eine Dämmung, die diesen Anforderungen nicht genügt, kann im Brandfall die Gefahr sogar erhöhen.
Funktionserhalt von Anlagen: Brandschutzdämmungen sollen sicherstellen, dass technische Anlagen (wie Lüftungssysteme oder tragende Maschinenteile) im Brandfall für eine bestimmte Zeit funktionsfähig bleiben, bis die Feuerwehr eintrifft.
Korrekte Materialwahl: Die Dämmstoffe müssen entsprechend ihrem Einsatzort und den dort geltenden Brandschutzanforderungen ausgewählt werden. Für Fassaden mit brennbaren Dämmstoffen wie Polystyrol sind beispielsweise zusätzliche Brandschutzvorkehrungen wie Brandriegel aus nicht brennbarem Material vorgeschrieben.
Systemische Wechselwirkungen: Gebäudetechnische Installationen und Dämmsysteme können unterschiedliche thermische Ausdehnungskoeffizienten haben. Eine unkoordinierte Planung kann zu Schäden (z.B. Wärmebrücken oder Undichtigkeiten) führen, die sowohl die Dämmwirkung als auch den Brandschutz beeinträchtigen.
Vermeidung von Brandfortleitung: Unsachgemäss installierte oder ungeeignete Dämmungen können dazu beitragen, dass sich ein Brand schnell über verschiedene Stockwerke oder Brandabschnitte ausbreitet. Eine koordinierte Planung mit Brandabschottungen und -riegeln verhindert dies.
Planungssicherheit: Eine frühzeitige, gemeinsame Planung minimiert nachträgliche Anpassungen und damit verbundene Kosten sowie Verzögerungen im Bauablauf.
Technische Dämmung und Brandschutz sind keine gegensätzlichen Anforderungen, sondern sich ergänzende Bestandteile eines umfassenden Sicherheitskonzepts. Eine ganzheitliche Planung, die beide Aspekte von Beginn an berücksichtigt, gewährleistet die Energieeffizienz der Anlagen und minimiert gleichzeitig das Brandrisiko, indem sie die Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindert. Es wird dringend empfohlen, Dämmung und Brandschutz von Beginn eines Projekts an gemeinsam und ganzheitlich zu planen.
Als erfahrenes Brandschutz-Unternehmen unterstützen wir Sie in der gesamten Schweiz dabei, diese beiden Bereiche von Beginn an optimal aufeinander abzustimmen – unter anderem in Bern, Luzern, Wallis oder Basel. Mit fundiertem Fachwissen, zertifizierten Systemen und praxisnahen Lösungen tragen wir dazu bei, Menschen, Sachwerte und Anlagen nachhaltig zu schützen – zuverlässig, normkonform und projektbezogen. Gern stehen wir Ihnen für eine unverbindliche Beratung zur Verfügung, treten Sie mit uns in Kontakt und lassen Sie uns Ihr Projekt gemeinsam sicher umsetzen!