Mörtelschott

Mörtelschott zur Brandabschottung von Kabel- und Rohrdurchführungen in einer Betonwand

Ein Mörtelschott ist eine Form der Brandabschottung, mit der Öffnungen in brandschutzrelevanten Wänden oder Decken verschlossen werden. Es kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Kabel, Kabeltrassen oder Rohrleitungen durch einen brandabschnittsbildenden Bauteil geführt werden.

Der verwendete Brandschutzmörtel wird in die verbleibende Öffnung eingebracht und härtet dort zu einem festen Abschluss aus. Ziel ist es, die Ausbreitung von Feuer und Rauch über die Leitungsdurchführung für die geforderte Zeit zu begrenzen.

Entscheidend ist dabei nicht nur der Mörtel selbst, sondern immer das geprüfte Abschottungssystem mit allen zugehörigen Komponenten.

Wie funktioniert ein Mörtelschott?

Brandschutzmörtel wird in der Regel als Trockenmischung geliefert und vor der Verarbeitung mit Wasser angerührt. Anschliessend wird er in die Wand- oder Deckenöffnung eingebracht und so verarbeitet, dass die vorhandenen Leitungen entsprechend dem jeweiligen System vollständig umschlossen werden.

Ein technisches Beispiel liefert Promat mit einem Mörtelschott für Kabeldurchführungen. Das System kann unter anderem für elektrische Leitungen, Kabelbündel, Lichtwellenleiter und Kabeltragekonstruktionen eingesetzt werden.

Nach dem Aushärten entsteht eine vergleichsweise massive Abschottung. Dadurch eignet sich ein Mörtelschott besonders für Bereiche, in denen eine robuste und dauerhafte Lösung benötigt wird.

Wo wird ein Mörtelschott eingesetzt?

Mörtelschotts werden insbesondere bei Durchführungen in massiven Wänden und Decken verwendet. Je nach geprüftem System können reine Kabelabschottungen oder kombinierte Lösungen für Kabel und Rohre ausgeführt werden.

Promat beschreibt beispielsweise auch ein Mörtelschott für gemischte Kabel- und Rohrdurchführungen. Damit können innerhalb eines Systems elektrische Leitungen sowie brennbare und nicht brennbare Rohre geführt werden.

Typische Einsatzbereiche sind Technikräume, Industriegebäude, Gewerbebauten und andere Gebäude mit umfangreicher technischer Infrastruktur.

Was ist der Unterschied zwischen Mörtelschott und Hartschott?

Die Begriffe werden teilweise ähnlich verwendet. Ein Mörtelschott zählt grundsätzlich zu den eher starren beziehungsweise massiven Abschottungslösungen.

Der Begriff Hartschott beschreibt häufig allgemein eine feste Abschottung, während Mörtelschott konkreter auf die Ausführung mit Brandschutzmörtel verweist.

Daneben gibt es weichere oder flexiblere Systeme wie Plattenschotts, Brandschutzkissen oder Modulsteine. Welche Variante sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Einbausituation, der Leitungsbelegung und davon ab, ob später weitere Kabel oder Rohre ergänzt werden sollen.

Einen ausführlicheren Vergleich finden Sie in unserem Beitrag "Brandabschottungen: Mörtelschott (Hartschott) und Weichschott".

Kann ein Mörtelschott später nachbelegt werden?

Eine spätere Nachbelegung ist möglich, allerdings meist weniger flexibel als bei Brandschutzkissen oder Modulsteinen.

Je nach System können bereits beim Einbau Bereiche für spätere Erweiterungen vorgesehen werden. Bei einzelnen Lösungen lassen sich dafür Modulstopfen oder andere dafür vorgesehene Komponenten integrieren.

Neue Leitungen dürfen jedoch nicht einfach durch den ausgehärteten Mörtel geführt werden, ohne die Systemvorgaben zu berücksichtigen. Nach jeder Veränderung muss die brandschutztechnische Funktion wieder vollständig hergestellt werden.

Welche Anforderungen gelten in der Schweiz?

Für ein Mörtelschott ist entscheidend, dass das eingesetzte System zur konkreten Anwendung und zum geforderten Feuerwiderstand passt.

Dabei spielen unter anderem Bauteilart, Öffnungsgrösse, Leitungsbelegung, verwendete Materialien und die zulässigen Abmessungen eine Rolle. Die aktuell geltenden Schweizer Brandschutzvorschriften bilden den übergeordneten Rahmen für solche Brandschutz-Massnahmen.

In der Praxis sollte deshalb immer mit einem nachgewiesenen System gearbeitet werden. Auch die Ausführung muss den Vorgaben des Herstellers beziehungsweise des jeweiligen Systemnachweises entsprechen.

Mörtelschott bei der Allseal AG

Die Allseal AG setzt je nach baulicher Situation unterschiedliche Brandabschottungen in der Schweiz ein. Dazu gehören neben Mörtelschotts auch weitere Systeme für Kabel-, Rohr- und Kombidurchführungen.

Welches Abschottungssystem geeignet ist, hängt vom jeweiligen Bauteil, den vorhandenen Installationen und der späteren Nutzung ab. Gerade bei bestehenden Gebäuden sollte zusätzlich berücksichtigt werden, ob künftig Nachinstallationen zu erwarten sind.

Fazit zu Mörtelschott

Ein Mörtelschott ist eine robuste Lösung für die brandschutztechnische Abschottung von Kabel- und Rohrdurchführungen. Der Brandschutzmörtel verschliesst die verbleibende Öffnung und stellt gemeinsam mit den weiteren Systembestandteilen die erforderliche Schutzwirkung her.

Wichtig ist, dass das Mörtelschott nicht als einfacher Mörtelverschluss betrachtet wird, sondern als geprüftes Brandschutzsystem.

Die Allseal AG unterstützt schweizweit bei der Auswahl, Ausführung und Nachbesserung geeigneter Abschottungssysteme für unterschiedliche Leitungsdurchführungen – unter anderem in Emmen und Luzern.